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Zolid Zirconia - Daraus werden Zahnträume gemacht

Zirkonoxid (ZrO2) bildet die ideale Basis für vollkeramische Restaurationen, da dieses Material über hervorragende Eigenschaften verfügt, die von kaum einem anderen Werkstoff übertroffen werden. Mit Zolid bietet Amann Girrbach ein umfassendes Vollkeramiksystem für hochwertige und ästhetische Zirkonoxid-Restaurationen.

Di. 27. April 2021, 9:00 Uhr

Zolid Zirconia - Daraus werden Zahnträume gemacht

In dem Werkstoff steckt ein Jahrzehnt Erfahrung in Entwicklung und Inhouse-Produktion von Zirkonoxiden für Restaurationen. Den Grundstein legte Amann Girrbach vor 10 Jahren mit den ZI-Rohlingen für das Kopierfräsen. Seither wurden weltweit mehr als 10 Millionen Einheiten aus den Zirkonoxid-Rohlingen von Amann Girrbach gefertigt. Die extrem hohe Qualität zeigt sich unter anderen an der kaum wahrnehmbaren Reklamationsquote von < 0,1 % (Risiko-Management-Bericht Amann Girrbach 2017). Die hervorragenden Materialeigenschaften der Zolid Produkte spiegeln sich auch in etlichen Studien wider, die die klinische Evidenz der Produkte nochmals unterstreichen.

In dem wissenschaftlichen Kompendium (Scientific Compendium), einem Bestandteil des neuen klinischen Leitfadens (Clinical Guide) für die Zolid DNA Generation sind die Ergebnisse mehrerer externer Studien zusammengestellt und übersichtlich zusammengefasst. Darin spiegeln sich die exzellenten Eigenschaften der Rohlinge von Amann Girrbach wider, und sie geben auf wissenschaftlicher Basis zusätzliche Sicherheit.

Nachfolgend finden Sie zwei dieser Zusammenfassungen in der Übersicht. Die vollständige Version des Clinical Guide ist unter folgendem Link verfügbar: https://www.amanngirrbach.com/en/home/

Biegefestigkeit, Bruchzähigkeit und Transluzenz von kubisch/tetragonalen Zirkoniumdioxid-Werkstoffen

Werkstoff:         Zolid FX

Stichworte:        Biegefestigkeit, Bruchzähigkeit, Transluzenz, Zirkoniumoxid, Lithiumdisilikat

Standort:            München, Deutschland

Autoren:              P. Zadeh, N. Lümkemann, B. Sener, M. Eichberger, B. Stawarczyk

Veröffentlicht in:  The Journal of Prosthetic Dentistry, 2018

Originalarbeit: Biegefestigkeit, Bruchzähigkeit und Transluzenz von kubisch/tetragonalen Zirkoniumdioxidmaterialien

Untersuchungsziel

Vergleich der mechanischen und optischen Eigenschaften von kubisch-tetragonalen Zirkoniumoxiden mit Lithiumdisilikatkeramik.

Materialien und Methoden

Untersucht wurden sechs unterschiedliche Zirkonoxide (Zolid FX, Amann Girrbach; CopraSmile, Whitepeaks Dental Solutions; DD cubeX2, Dental Direkt; NOVAZIR MaxT, Novadent Dentaltechnik; Priti multidisc ZrO2, Pritidenta; StarCeram Z-Smile, H.C. Stark) und eine Lithiumdisilikatkeramik (IPS e.max Press LT A2, Ivoclar Vivadent AG) als Kontrollgruppe. Gemessen wurden jeweils die 4-Punkt-Biegefestigkeit (N = 105 / n = 15) und die Bruchzähigkeit (N = 105 / n = 15) (DIN EN ISO 6872). Des Weiteren ist die Transluzenz (N = 70 /n = 10) mithilfe eines Ultraviolett-Spektrometers untersucht worden. Zusätzlich erfolgte eine Korngrößenanalyse (N = 6 / n = 1) der Zirkonoxide mit einem Rasterelektronenmikroskop. Die statistische Auswertung wurde anhand des Kolmogorov-Smirnov-Tests, einer mehrfaktoriellen Analyse, einer One-Way-ANOVA, gefolgt von Post-hoc-Scheffé-, Kruskal-Wallis- und Mann-Whitney-U-Tests durchgeführt. Zusätzlich erfolgte eine Weibull-Analyse mithilfe der Maximum-Likelihood-Methode bei einem Konfidenzintervall von 95 % (α = 0,05).

Zusammenfassung und Schlussfolgerung

Zolid FX erreicht mittelwertig die höchste Biegefestigkeit (557 ± 88 MPa) aller getesteten Materialien (siehe Abb. 1). Mit einem Weibull-Modul von 6,9 zeigt sich das Material als eines der drei zuverlässigsten Materialien der Untersuchungen. Bei den optischen Eigenschaften erzielt Zolid FX die höchste Transluzenz (38,3 ± 0,3 %) der untersuchten Zirkonoxide (siehe Abb. 2). Lediglich die Lithiumdisilikatkeramik erreicht höhere Messwerte (40,4 ± 0,4 %). Die Bruchzähigkeitsuntersuchung zeigt, dass Zolid FX mit einem Mittelwert von 3,56 ± 0,47 MPa · √m eine höhere Bruchzähigkeit als die getestete Lithiumdisilikatkeramik (2,10 ± 0,14 MPa · √m) aufweist. Zolid FX erzielt damit höhere mechanische Eigenschaften als die getestete Lithiumdisilikatkeramik und weist unter allen getesteten Zirkonoxiden die höchste Biegefestigkeit und Transluzenz auf.

Abb. 1 - Mittelwerte 4-Punkt-Biegefestigkeit Abb. 1 - Mittelwerte 4-Punkt-Biegefestigkeit
Abb. 2 - Mittelwerte der Transluzenz Abb. 2 - Mittelwerte der Transluzenz

Vier-Punkte-Biegefestigkeit von fünf verschiedenen kubisch-tetragonalen Zirkoniumdioxidmaterialien

Material:                     Zolid HT+ Preshade A4, Zolid FX

Stichworte:                4-Punkte-Biegefestigkeit

Standort:                    München, Deutschland

Autoren:                      B. Stawarczyk

Publiziert in:             Auftragsstudie von Amann Girrbach an der LMU Universität München,                                                 April 2018

Originalarbeit:         Four-point flexural strength of five different cubic/tetragonal zirconia                                                      materials

Untersuchungsziel

Vergleich der 4-Punkt-Biegefestigkeit unterschiedlicher Zirkonoxidmaterialien

Materialien und Methoden

Untersucht wurden fünf unterschiedliche Zirkonoxide der 4. Generation mit Biegefestigkeiten der Klasse 5 (> 800 MPa, DIN ISO 6872) (Argen Z HT+, Argen; Zolid HT+, Amann Girrbach; DD cubeX2 HS, Dental Direkt; IPS e.max ZirCAD/MT BL, Ivoclar Vivadent; NexxZr+, Sagemax). Zusätzlich wurden ein voreingefärbtes Zirkonoxid der 4. Generation (Zolid HT+ Preshade A4, Amann Girrbach) sowie ein nicht eingefärbtes Zirkonoxid der 3. Generation mit Biegefestigkeit der Klasse 4 (> 500 MPa, DIN ISO 6872) (Zolid FF, Amann Girrbach) untersucht. Für jedes Material sind jeweils 15 Proben für die 4-Punkt-Biegeprüfung frästechnisch hergestellt worden (Ceramill Motion 2, Amann Girrbach). Die Biegeprüfung wurde mit einer universalen Prüfmaschine bis zum Bruch der Probe durchgeführt. Die Versuchsreihen sind mithilfe von deskriptiven Statistiken mit dem Kruskal-Wallis-Test und dem Mann-Whitney-Test ausgewertet worden.

Zusammenfassung und Schlussfolgerung

Zolid HT+ erreicht im Vergleich zu den anderen gemessenen Zirkonoxidmaterialien mittelwertig die höchste Biegefestigkeit (801 ± 129 MPa). Das voreingefärbte Material Zolid HT+ Preshade A4 erreicht mit 698 ± 129 MPa die dritthöchste Biegefestigkeit. Das Material der Klasse 4 Zolid FX erzielt geringere Biegefestigkeiten als die Klasse-5-Materialien, liegt aber mit (510 ± 100 MPa) im normativ geforderten Bereich für die Klasse 4. Das höchste Weibull-Modul von 11,7 wird von Zolid HT+ Preshade A4 erreicht. Das Material zeigt infolgedessen die höchste Zuverlässigkeit. Generell ist anzumerken, dass die Ermittlung der Biegefestigkeit stets von der Probenpräparation und der jeweiligen Auswertungsmethode abhängig ist. Dadurch können Abweichungen zu den Herstellerangaben entstehen.

Abb. 3 - Box-Plot der Biegefestigkeiten Abb. 3 - Box-Plot der Biegefestigkeiten
Abb. 4 - Biegefestigkeit [MPa] der Zirkonoxide Abb. 4 - Biegefestigkeit [MPa] der Zirkonoxide
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