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Mehr als nur eine Herstellungsalternative: Passgenaue 3D-gedruckte Totalprothesen dank validiertem Ceramill Workflow

Was macht den 3D-Druck von Totalprothesen innerhalb des Ceramill Systems einzigartig? Eine Frage, die direkt von der Forschung und Entwicklungsabteilung beantwortet wird.

Mo. 17. Mai 2021, 12:40 Uhr

Mehr als nur eine Herstellungsalternative: Passgenaue 3D-gedruckte Totalprothesen dank validiertem Ceramill Workflow

Was macht den 3D-Druck von Totalprothesen innerhalb des Ceramill Systems einzigartig?

Das NextDent for Ceramill Denture 3D+ Druckmaterial wurde in unserer Forschung- und Entwicklungsabteilung umfassend validiert und entsprechend in das Ceramill System integriert. Durch die stetige Erweiterung des Farbportfolios der Prothesen, stehen dem Anwender nun drei ansprechende Farben zur Verfügung (Abb. 1).

Diese eingehende Prüfung hat es uns auch ermöglicht, sowohl den Design- als auch den Produktionsprozess stark zu optimieren, sodass reproduzierbare und passgenaue Totalprothesen gewährleistet und vom Ceramill Kunden auf effizienteste Weise hergestellt werden können (Abb. 2).

Softwareseitig sind vor allem validierte und abgestimmte CAD-Parameter für das 3D-Druck-Resultat essenziell. Hier bieten wir zum Beispiel in der Ceramill D-Flow Software je nach Zahnkonzept (Ceramill FDS oder Vigo) angepasste Zahntaschenspalt-Parameter an (Abb. 3).

Produktionsseitig liegt die Besonderheit des Ceramill Workflows auf einem gemeinsam mit 3DSystems entwickelten „for Ceramill“ Support- und Buildstyle für den Druckvorgang. Diese sind auf den Workflow von Amann Girrbach abgestimmt und tragen ebenfalls zu einer sehr guten Passung bei. Der Fokus lag hier auf der Passung der Zähne und Basen. Außerdem zeigte sich während der Validierung des Materials bei uns im Haus eine Abhängigkeit der Druck- bzw. Passgenauigkeit mit dem Materialfüllstand bzw. Level des 3D-Druckers. Hierzu haben wir ein Fill Level Tool (erhältlich im AG.Live Portal) (Abb. 4) entwickelt, mit dem der passende Füllstand für den jeweiligen Druckauftrag erreicht werden kann.

Das Fill Level Tool erzielt im direkten Zusammenspiel mit dem „for Ceramill“ Buildstyle passgenaue Ergebnisse für den Kunden.

 

Abb. 1 - Denture Farben Abb. 1 - Denture Farben "Classic Pink", "Opaque Pink" und "Dark Pink"
Abb. 2 - Überprüfung der Passung der Totalprothese im Artex CR Artikulator. Abb. 2 - Überprüfung der Passung der Totalprothese im Artex CR Artikulator.
Abb. 3 - Die Ceramill D-Flow Software bietet je nach Zahnkonzept angepasste Zahntaschenspalt-Parameter an. Abb. 3 - Die Ceramill D-Flow Software bietet je nach Zahnkonzept angepasste Zahntaschenspalt-Parameter an.
Abb. 4 - Das Level Tool hilft dabei, den passenden Füllstand zu ermitteln. Abb. 4 - Das Level Tool hilft dabei, den passenden Füllstand zu ermitteln.

Die automatische Orientierung und zusätzlichen Hilfsstrukturen sind weitere Features, die im Ceramill Workflow angeboten werden. Welche Rolle spielen sie?

Beides sind wichtige Faktoren, die Einfluss auf ein passgenaues Ergebnis haben. Bereits kleine Abweichungen innerhalb der Orientierung können die Passung der Totalprothesen maßgeblich beeinflussen. Deswegen wird die Orientierung der Totalprothesen im Ceramill Workflow so ausgewählt, dass eine optimale Zahn- und Basenpassung auf dem Modell gewährleistet werden kann. Diese Orientierung wird von der Ceramill Software automatisch an die 3D-Druck-Software 3DSprint von 3DSystems übergeben, wodurch fehlerhafte Orientierungen vermieden werden. Die Platzierung zusätzlicher Hilfsstrukturen (Abb. 5) dient als Stabilisierung während des Druckvorgangs und beugt so Verzügen innerhalb des Herstellungsprozesses mit dem NextDent 5100 for Ceramill vor.

Wie schwierig ist der Einstieg in den Workflow für Neulinge?

Um den Kunden einen einfachen und schnellen Einstieg zu ermöglichen, gibt es eine ausführliche Anleitung, in der alle Arbeitsschritte bis zur finalen Herstellung der Totalprothese erläutert werden. Zusätzlich gibt es eine Checkliste, die im Falle von Problemen mögliche Fehlerquellen aufzeigt und wichtige Schritte für ein passgenaues Ergebnis hervorhebt

Abb. 5 - Zusätzliche Hilfsstrukturen dienen als Stabilisierung während des Druckvorgangs und beugen so Verzügen innerhalb des Herstellungsprozesses vor. Abb. 5 - Zusätzliche Hilfsstrukturen dienen als Stabilisierung während des Druckvorgangs und beugen so Verzügen innerhalb des Herstellungsprozesses vor.
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