Back to blog

Im Fokus: Zirkonoxidoberflächen

ZTM Joachim Maier führte eine Reihe von Ad-hoc-Tests durch, um die Effekte der mechanischen Bearbeitung auf gesinterte Zirkonoxidoberflächen näher zu untersuchen. Bei den Tests kam ein Rasterkraftmikroskop zum Einsatz, um das Ausmaß der Beschädigung von Zirkonoxidoberflächen zu analysieren, wenn sie mit verschiedenen Diamantinstrumenten beschliffen werden (siehe die Ergebnisse in der Bilderstrecke oben). In dem hier veröffentlichten Auszug seiner Studie gibt er außerdem Hinweise dazu, wie dennoch homogene Oberflächen erhalten werden können.

Mo. 28. Juni 2021, 12:00 Uhr

Im Fokus: Zirkonoxidoberflächen

Zirconia surface after grinding with black diamondPeak-Peak-Hight (Sy): 2273 nm | Mean Roughness (Sq): 292 nm | Largest Peak (Spk): 234 nm | Deepest Valley (Svk): 507 nm

Die mechanische Bearbeitung von Zirkonoxid nach dem Sintern ist ein wichtiger Schritt, um die langfristige Stabilität der Restauration sicherzustellen. Übermäßig dicke Kronenränder nach dem Fräsen oder auch die Optimierung der Okklusalflächen in monolithischen Regionen erfordern das Beschleifen der gesinterten Oberfläche. Dies erfolgt mit wassergekühlten Diamantinstrumenten bei hohen Drehzahlen, wobei nur minimaler Druck anzuwenden ist.

Unter den alltäglichen Umständen im Labor kann die Druckanwendung jedoch nur subjektiv gemessen und kontrolliert werden. Laborinterne Tests haben gezeigt, dass unter den Bedingungen in der Praxis die Oberflächen oftmals größeren Belastungen ausgesetzt werden als im Rahmen von wissenschaftlichen Studien, die mit programmierbaren Maschinen durchgeführt werden, die unter definierten und gleichmäßigen Bedingungen betrieben werden. Unsere eigenen praktischen Tests haben ergeben, dass die Oberfläche durch alle Instrumententypen beschädigt werden. Erst nach dem dreistufigen Polieren mit diamantimprägnierten Silikonpolierern war die Oberflächenqualität so, dass monolithische Bereiche praktisch nicht mehr abrasiv auf die Antagonistenzähne wirken; außerdem konnte dann bei einem zur Verblendung vorgesehenen Brückengerüst in dem Bereich des Gerüsts, der einer Zugbelastung ausgesetzt ist, keine Rissbildung mehr ausgelöst werden.

SCHLUSSFOLGERUNGEN:

1. Zirkonoxid nur beschleifen, wenn dies erforderlich ist.
2. Nur mit wassergekühlten Diamantinstrumenten beschleifen und nur minimalen Druck anwenden.
Rotring-Diamantinstrumente sind am effizientesten. (siehe dritte Abbildung in der Bilderstrecke oben)
3. Die Oberfläche durch dreistufiges Polieren mit diamantimprägnierten Silikonpolierern optimieren.
(siehe letzte Abbildung in der Bilderstrecke oben)

Abb. 2 - Zirkonoxid-Oberfläche nach dem Schleifen mit blauem DiamantPeak-Peak-Höhe (Sy): 3667 nm | Mittlere Rauheit (Sq): 519 nm | Größte Spitze (Spk): 379 nm | Tiefstes Tal (Svk): 395 nm Abb. 2 - Zirkonoxid-Oberfläche nach dem Schleifen mit blauem DiamantPeak-Peak-Höhe (Sy): 3667 nm | Mittlere Rauheit (Sq): 519 nm | Größte Spitze (Spk): 379 nm | Tiefstes Tal (Svk): 395 nm
Abb. 3 - Zirkonoxid-Oberfläche nach dem Schleifen mit rotem DiamantPeak-Peak-Höhe (Sy): 5079 nm | Mittlere Rauheit (Sq): 462 nm | Größte Spitze (Spk): 665 nm | Tiefstes Tal (Svk): 445 nm Abb. 3 - Zirkonoxid-Oberfläche nach dem Schleifen mit rotem DiamantPeak-Peak-Höhe (Sy): 5079 nm | Mittlere Rauheit (Sq): 462 nm | Größte Spitze (Spk): 665 nm | Tiefstes Tal (Svk): 445 nm
Abb. 4 - Zirkoniumdioxid-Oberfläche nach dem Schleifen mit gelbem Diamant
Peak-Peak-Höhe (Sy): 2797 nm | Mittlere Rauheit (Sq): 513 nm | Größte Spitze (Spk): 455 nm | Tiefstes Tal (Svk): 496 nm Abb. 4 - Zirkoniumdioxid-Oberfläche nach dem Schleifen mit gelbem Diamant Peak-Peak-Höhe (Sy): 2797 nm | Mittlere Rauheit (Sq): 513 nm | Größte Spitze (Spk): 455 nm | Tiefstes Tal (Svk): 496 nm
Abb. 5 - Zirkonoxid-Oberfläche nach dem Schleifen und anschließendem Polieren mit PolierernPeak-Peak-Höhe (Sy): 296 nm | Mittlere Rauheit (Sq): 52 nm | Größte Spitze (Spk): 30 nm | Tiefstes Tal (Svk): 53 nm Abb. 5 - Zirkonoxid-Oberfläche nach dem Schleifen und anschließendem Polieren mit PolierernPeak-Peak-Höhe (Sy): 296 nm | Mittlere Rauheit (Sq): 52 nm | Größte Spitze (Spk): 30 nm | Tiefstes Tal (Svk): 53 nm
Related blog posts

Mo. 21. Juni 2021, 0:00 Uhr

5 Tipps für die Bearbeitung von Zirkonoixid

5 wertvolle Tipps für die Bearbeitung von Restaurationen mit Zirkonoixid

Di. 27. April 2021, 9:00 Uhr

Zolid Zirconia - Daraus werden Zahnträume gemacht

Zirkonoxid (ZrO2) bildet die ideale Basis für vollkeramische Restaurationen, da dieses Material über hervorragende Eigenschaften verfügt, die von kaum einem anderen Werkstoff übertroffen werden. Mit Zolid bietet Amann Girrbach ein umfassendes Vollkeramiksystem für hochwertige und ästhetische Zirkonoxid-Restaurationen.

Bogna Stawarczyk
Prof. Dr. Dipl. Ing (FH) Bogna Stawarczyk Ludwig-Maximilians-University Munich

Di. 27. April 2021, 15:00 Uhr

Einfluss der Sintertemperatur von Zirkonoxid auf dessen Farbe

Die Bedeutung der Einhaltung der Sintertemperatur für Zirkonoxid ist in Bezug auf die Beeinflussung der Festigkeit und Transluzenz mittlerweile hinreichend bekannt.

Falko Noack
Falko Noack Amann Girrbach

Folge uns!